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eufyMake UV Printer E1 unter Popular Science's 50 Greatest Innovations 2025

  • Autorenbild: Sascha Surbanoski
    Sascha Surbanoski
  • 29. Apr.
  • 4 Min. Lesezeit
eufyMake UV Printer E1, Pressebild von AnkerMake, Popular Science Innovation 2025
Quelle: AnkerMake / eufyMake

AnkerMake hat mit seiner Creator-Marke eufyMake eine bemerkenswerte Auszeichnung erhalten: Der eufyMake UV Printer E1 wurde von der renommierten US-Zeitschrift Popular Science in die Liste der 50 größten Innovationen des Jahres 2025 aufgenommen, und zwar in der Kategorie „Gadgets". Seit 1988 kürt das Magazin jährlich Produkte und Ideen, die das Leben, die Arbeit und das Schaffen von Menschen spürbar verändern. Für ein Desktop-UV-Druckgerät, das sich an Kreative und Kleinbetriebe richtet, ist das eine ungewöhnlich breite Aufmerksamkeit.




Inhaltsverzeichnis




Was ist der eufyMake UV Printer E1?

Der eufyMake UV Printer E1 ist ein kompakter Desktop-Drucker, der UV-härtende Tinten (also lichtaushärtende Spezialfarben) auf eine Vielzahl von Materialien aufträgt. Anders als klassische FDM- oder Resin-3D-Drucker, die Objekte schichtweise aufbauen, druckt der E1 direkt auf bestehende Oberflächen: Metall, Glas, Holz und Acryl werden so mit dreidimensionalen, taktilen Texturen veredelt. Das Ergebnis ist kein neues Objekt, sondern ein veredeltes bestehendes, was den E1 in eine eigene Produktkategorie stellt.

Das Gerät richtet sich damit nicht primär an klassische 3D-Druck-Anwender, sondern an Kreative, die Personalisierung und Oberflächenveredelung im Fokus haben. Gravur-Maschinen und Plottern macht der E1 damit Konkurrenz, bietet aber durch die UV-Technologie zusätzliche Möglichkeiten wie Farbdruck und Reliefstrukturen in einem Arbeitsgang.




Technik im Detail: UV-Tinte, Texturen und smarte Helfer

Der E1 arbeitet mit präzise geschichteten UV-Tinten, die nach dem Auftragen sofort per UV-Licht ausgehärtet werden. Dadurch entstehen erhabene, anfassbare Strukturen auf der Oberfläche, sogenannte taktile Texturen. Das Verfahren erlaubt es, Logos, Muster oder Grafiken nicht nur sichtbar, sondern auch spürbar auf Materialien aufzubringen.

Für die Ausrichtung setzt AnkerMake auf Ausrichtungslaser und eine integrierte Snapshot-Kamera, die das Druckobjekt automatisch erkennt und die Druckposition berechnet. Eine automatische Reinigungsfunktion soll den Wartungsaufwand niedrig halten. Diese Kombination aus Präzisionshilfen und automatisierten Abläufen ist laut Hersteller-Pressemeldung bewusst darauf ausgelegt, professionelle Ergebnisse auch ohne Vorkenntnisse zu ermöglichen.




Popular Science veröffentlicht seine „Greatest Innovations"-Liste seit 1988 und gilt in der englischsprachigen Wissenschafts- und Technikpresse als verlässlicher Gradmesser für echte Produktinnovationen. Die Redaktion bewertet nicht nur technische Leistungsdaten, sondern auch den gesellschaftlichen Nutzen und die Zugänglichkeit einer Technologie. Dass der E1 in der Kategorie „Gadgets" landet, zeigt, dass das Gerät als Konsumenten- und Kreativprodukt wahrgenommen wird, nicht als Industriemaschine.

Für AnkerMake ist die Auszeichnung ein wichtiges Marketingsignal, vor allem im nordamerikanischen Markt. In Europa ist die Marke eufyMake noch weniger bekannt als das Mutterhaus Anker, sodass solche Referenzen helfen, Vertrauen bei potenziellen Käufern aufzubauen. Ob die technischen Versprechen im Alltag halten, was die Auszeichnung suggeriert, muss sich in unabhängigen Tests noch zeigen.




Zielgruppe: Maker, kleine Shops, Hobbyisten

AnkerMake positioniert den E1 ausdrücklich für Maker, kleine Geschäfte und Hobbyisten. Das ist eine bewusste Abgrenzung von industriellen UV-Flachbettdruckern, die oft fünf- bis sechsstellige Investitionen erfordern. Der E1 soll die Technologie in einen Preisbereich bringen, der für Einzelpersonen und Kleinstbetriebe realistisch ist.

Praktisch bedeutet das: Wer individuelle Merchandise-Artikel, personalisierte Geschenke oder kleine Auflagen von veredelten Produkten herstellen möchte, findet im E1 einen potenziell interessanten Einstieg. Für Serienfertigung oder industrielle Anwendungen ist das Gerät nach aktuellem Stand nicht ausgelegt.




Preis und Verfügbarkeit

Einen offiziellen Endkundenpreis für den deutschen Markt nennt AnkerMake in der aktuellen Pressemeldung nicht explizit. Das Gerät war ursprünglich als Crowdfunding-Projekt gestartet und wird über die eufyMake-Website vertrieben. Interessierte sollten die offizielle Produktseite auf Verfügbarkeit und aktuelle Preise prüfen, da sich Konditionen je nach Markt und Kampagnenphase unterscheiden können.

Keiner der kuratierten Affiliate-Links passt thematisch zum UV-Drucker E1, da es sich um ein spezialisiertes Gerät handelt, das nicht im Standard-Amazon-Sortiment für 3D-Druck gelistet ist. Ein direkter Kauf ist über den Hersteller-Shop empfohlen.




Alternativen und vergleichbare Produkte

Der Markt für Desktop-UV-Oberflächendrucker ist noch überschaubar. Wer vergleichbare oder ergänzende Lösungen sucht, findet aktuell folgende Alternativen:


  • Snapmaker Artisan von Snapmaker: Eine modulare Maschine, die FDM-3D-Druck, Laser-Gravur und CNC-Fräsen in einem Gehäuse vereint. Kein UV-Direktdruck auf Oberflächen, aber als vielseitiges Kreativwerkzeug für ähnliche Zielgruppen interessant. Preisrahmen: ab ca. 1.500 Euro.

  • Phrozen Sonic Mega 8K von Phrozen: Phrozen ist vor allem für hochauflösende Resin-Drucker bekannt. Für Anwender, die taktile Strukturen und Feindetails über Resin-3D-Druck statt UV-Oberflächendruck realisieren möchten, bietet Phrozen eine ausgereifte Plattform mit starker Community.

  • Raise3D Pro3 von Raise3D: Für Kleinbetriebe und Prosumer, die professionelle Druckqualität in FDM suchen und den E1 eher als Ergänzung zu einem bestehenden 3D-Druck-Setup betrachten, ist Raise3D eine etablierte Option mit gutem Support-Netzwerk in Europa.




Aktueller Status und Markterwartung

Der eufyMake UV Printer E1 befindet sich nach dem Crowdfunding-Start in der Auslieferungsphase an frühe Unterstützer. Die Popular-Science-Auszeichnung dürfte die Nachfrage weiter ankurbeln und AnkerMake helfen, das Gerät einem breiteren Publikum bekannt zu machen. Ob eine breitere Verfügbarkeit über etablierte Händler in Europa folgt, ist bisher nicht bestätigt.

Technologisch besetzt der E1 eine Nische, die bislang kaum von Consumer-Geräten adressiert wird. UV-Direktdruck auf Oberflächen ist in der Industrie seit Jahren Standard, war aber für Kleinanwender praktisch unzugänglich. Wenn AnkerMake die versprochene Benutzerfreundlichkeit und Zuverlässigkeit im Alltag liefern kann, könnte das Gerät eine neue Produktkategorie im Maker-Markt etablieren.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist die Popular-Science-Auszeichnung für den eufyMake E1 ein interessantes Signal, das über reines Marketing hinausgeht. Das Magazin hat eine lange Tradition darin, Produkte zu küren, die tatsächlich neue Nutzungsszenarien öffnen, und genau das tut der E1 zumindest auf dem Papier. UV-Direktdruck auf Glas, Metall oder Holz war bisher eine Domäne teurer Industriemaschinen, und ein kompaktes Desktop-Gerät in diesem Bereich ist ein echter Schritt in Richtung Demokratisierung der Technologie.

In der Praxis werde ich den E1 erst dann wirklich einschätzen können, wenn unabhängige Tests vorliegen, die zeigen, wie zuverlässig die Ausrichtung funktioniert, wie langlebig die UV-Tinten auf verschiedenen Materialien sind und wie der Wartungsaufwand im Dauerbetrieb aussieht. Hersteller-Versprechen rund um „automatische Reinigung" und „professionelle Ergebnisse ohne Vorkenntnisse" klingen attraktiv, müssen sich aber im Alltag beweisen. Für Kleinbetriebe, die Personalisierung als Geschäftsmodell betreiben, lohnt es sich, den E1 im Auge zu behalten.

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