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Klage gegen Bambu Lab wegen Labubu 3D-Modellen beigelegt

  • Autorenbild: Sascha Surbanoski
    Sascha Surbanoski
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit
Quelle: Tom's Hardware
Quelle: Tom's Hardware

Der 3D-Druckerhersteller Bambu Lab hat einen Rechtsstreit mit dem Spielzeugunternehmen Pop Mart über urheberrechtlich geschützte 3D-Modelle der Figur Labubu außergerichtlich beigelegt. Der Fall sorgte weltweit für Aufmerksamkeit, da er die Verantwortung von Plattformen für von Nutzern hochgeladene Inhalte im 3D-Druck thematisierte.



Inhaltsverzeichnis



Hintergrund des Rechtsstreits

Der Konflikt entstand, weil auf der Plattform MakerWorld zahlreiche nicht autorisierte 3D-Modelle von Labubu-Figuren verfügbar waren. Nutzer konnten diese Dateien herunterladen und mit 3D-Druckern replizieren, was laut Pop Mart eine Verletzung von Urheberrechten darstellte.

Pop Mart reichte daraufhin Anfang 2026 Klage ein und plante eine Gerichtsverhandlung für den April 2026 in Shanghai. Ziel war es, die Plattformbetreiber für die Verbreitung solcher Modelle verantwortlich zu machen.



Einigung und Maßnahmen

Im März 2026 erzielten beide Unternehmen eine Einigung durch Verhandlungen. Im Rahmen der Vereinbarung:

  • entfernte Bambu Lab alle betroffenen 3D-Modelle von seiner Plattform

  • veröffentlichte das Unternehmen eine offizielle Entschuldigung

  • verpflichtete sich, zukünftige Urheberrechtsverletzungen stärker zu kontrollieren

Diese Schritte wurden bestätigt, nachdem sämtliche entsprechenden Inhalte vollständig gelöscht wurden.



Bedeutung für die 3D-Druck-Branche

Der Fall gilt als besonders wichtig, da er grundlegende Fragen zur Haftung von Online-Plattformen im 3D-Druck aufwirft. Branchenexperten sehen darin einen möglichen Präzedenzfall für den Umgang mit geistigem Eigentum in digitalen Modell-Communities.

Mit der zunehmenden Verbreitung von 3D-Drucktechnologie wächst auch der Bedarf an klaren Regeln für den Schutz von Marken und Designs. Unternehmen investieren daher verstärkt in Systeme zur Erkennung und Entfernung illegaler Inhalte.



Fazit

Die außergerichtliche Einigung zwischen Bambu Lab und Pop Mart zeigt deutlich, wie wichtig der Schutz geistigen Eigentums im wachsenden Markt des 3D-Drucks geworden ist. Der Fall verdeutlicht, dass Plattformbetreiber zunehmend Verantwortung für die von Nutzern hochgeladenen Inhalte übernehmen müssen.

Gleichzeitig unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit klarer Richtlinien und technischer Lösungen zur Erkennung von Urheberrechtsverletzungen. Für die gesamte 3D-Druck-Branche könnte dieser Konflikt als wichtiger Orientierungspunkt dienen, insbesondere für Plattformen, die digitale Modelle bereitstellen oder den Austausch von Design-Dateien ermöglichen. Mit der weiteren Verbreitung von 3D-Drucktechnologien wird der rechtliche Rahmen für digitale Inhalte voraussichtlich noch stärker in den Fokus rücken.

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