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3D Systems spendet MultiJet Drucker für Zahnprothesen

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
vor 4 Tagen
2 Min. Lesezeit
3D Systems NextDent 300 MultiJet Drucker für die Fertigung von Zahnprothesen bei Remote Area Medical
Quelle: 3D Systems

3D Systems hat einen NextDent 300 MultiJet Drucker an die gemeinnützige US Organisation Remote Area Medical (RAM) gespendet. RAM versorgt unterversorgte und unversicherte Menschen mit zahnärztlicher, augenärztlicher und medizinischer Hilfe. Mit dem Gerät soll die Organisation individuelle Zahnprothesen herstellen, für Patienten kostenlos.



Inhaltsverzeichnis




Die Spende im Überblick

RAM arbeitet in den USA seit 1985. Laut TCT Magazine leistete die Organisation im vergangenen Jahr kostenlose Gesundheitsversorgung im Wert von mehr als 16,6 Millionen US Dollar. Das kam 32.770 Patienten zugute. Mehr als 17.000 Freiwillige waren daran beteiligt.

Für die Prothesenfertigung nutzt RAM bereits eine NextDent 5100 Plattform von 3D Systems. Nachdem der Hersteller von dieser Anwendung erfahren hatte, entschied er sich für die Spende eines zusätzlichen Geräts. Die Maschine soll die digitale Prothesenfertigung der Organisation erweitern.




Was der NextDent 300 leisten soll

Nach Angaben von 3D Systems druckt der NextDent 300 monolithische Prothesen. Das heißt: Zähne und Zahnfleisch entstehen zusammen als ein einziges Teil. Das Gerät arbeitet mit dem MultiJet Verfahren. Dabei tragen Druckköpfe flüssiges Material in feinen Tröpfchen auf und härten es mit Licht aus.

Der Hersteller spricht von realistisch aussehenden und haltbaren Ergebnissen. Unabhängige Messwerte oder technische Daten nennt die Meldung nicht. Wer sich für das Materialumfeld interessiert: Für dentale Anwendungen im Harzdruck gibt es Dentalharze für Modelle und Schienen, die mit Prothesenmaterialien allerdings nicht gleichzusetzen sind.




Einsatz bei Remote Area Medical

Jeff Graves, CEO von 3D Systems, sagte laut Meldung, der NextDent 300 ermögliche die Fertigung hochwertiger monolithischer Prothesen mit mehr Effizienz. Essen, Sprechen und Lächeln ohne Scheu hätten großen Einfluss auf die Lebensqualität. Das ist aus Herstellersicht formuliert, passt aber zum Anwendungsfall.

Connor Gibson, Dental Technology Manager bei RAM, beschrieb den Effekt als "Mirror Moment". Gemeint ist der Augenblick, in dem Patienten ihre neuen Zähne zum ersten Mal im Spiegel sehen. In der Praxis zeigt das, wie stark digitale Fertigung in der Zahntechnik inzwischen auch außerhalb klassischer Labore ankommt. Mehr zum Hersteller und seinen Meldungen steht in einem Überblick zu 3D Systems.




Aktueller Status

Der NextDent 300 ist bereits am RAM Standort in Knoxville im US Bundesstaat Tennessee installiert. Nach Angaben der Meldung soll er bald in das mobile Dentallabor der Organisation integriert werden. Wann das geschieht und wie viele zusätzliche Prothesen damit entstehen sollen, steht nicht in der Quelle.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist das eine sinnvolle Spende, weil sie dort ansetzt, wo ein Drucker bereits im Einsatz ist. Dass Zähne und Zahnfleisch in einem Durchgang entstehen, spart in der Zahntechnik Arbeitsschritte. Das ist auch für gewerbliche Labore der eigentliche Reiz solcher Systeme. Natürlich ist die Aktion auch gute Werbung für 3D Systems und belastbare Zahlen zu Durchsatz oder Haltbarkeit fehlen in der Meldung. Spannend wird, wie sich ein Drucker im mobilen Labor im Alltag schlägt, denn Vibration und Transport sind für Materialjetting keine triviale Umgebung.

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