Bambu Lab S1: Erster Handscanner kommt im November

Bambu Lab hat eine Produktseite für den S1 online gestellt. Es ist der erste 3D Scanner des Herstellers und ein Handgerät. Beworben wird er mit dem Slogan „Leicht in der Hand. Professionell bei jedem Scan.“ Als Termin nennt die Seite November 2026 und den Status „Demnächst“. Technische Daten gibt es bisher nicht.
Inhaltsverzeichnis
Was die Herstellerseite zeigt
Die Seite ist ein reiner Teaser. Sie nennt Name, Slogan und Zeitraum. Besucher können sich für Produkt Updates per E-Mail registrieren und sollen dann als Erste informiert werden.
Zu Auflösung, Genauigkeit oder Scanverfahren steht dort nichts. Ob der S1 mit Streifenlicht, Laserlinien oder einer Mischung arbeitet, ist damit offen. Auch ein Reddit Thread zur Ankündigung fasst im Kern nur den Release Monat November zusammen.
Hinweise aus Teaserbildern und Zulassung
Auf ersten Teaserbildern ist ein schwarzes Handgerät mit ergonomischem Griff zu sehen. Vorn sitzt ein Fenster für mehrere Optiken. Dazu kommen ein Taster und ein Drehrad. Mehrere Optiken deuten darauf hin, dass der Scanner mehr als eine Kamera oder Projektionseinheit nutzt. Das ist aber eine Vermutung und keine Herstellerangabe.
Zusätzlich sollen Unterlagen der US Behörde FCC vom 22. Dezember Details verraten. Danach funkt das Gerät per WLAN im 5 GHz Band und läuft an einem Netzteil mit 20 Volt und 3 Ampere. Es ist für den Innenbereich spezifiziert und enthält SAR Messungen (Messwerte zur Funkstrahlung am Körper) für Hände und Gliedmaßen. Diese Angaben stammen nicht von der Herstellerseite und sollten bis zur offiziellen Bestätigung mit Vorsicht gelesen werden. Eine kurze Zusammenfassung des bisherigen Wissensstands gibt es auch als Video.
In der Praxis bedeutet WLAN am Scanner: Scandaten könnten ohne Kabel an Rechner oder Smartphone gehen. Bambu Lab hat mit Bambu Handy und Bambu Studio bereits Software, an die ein Scanner andocken könnte. Das ist jedoch ebenfalls nur eine Annahme.
Verwechslungsgefahr mit dem Creality Sermoon S1
Der Name S1 ist nicht neu im Scanner Segment. Creality vertreibt bereits einen Scanner namens Sermoon S1. Beide Geräte haben nichts miteinander zu tun. Beim Suchen nach Tests und Preisen lohnt sich deshalb der Zusatz Bambu Lab. Ein Video zum Thema bringt beide Scanner im Titel zusammen.
Wer sich einen Überblick über das Segment verschaffen will, findet bei den Handscannern etwa den GratKit S1 mit Dual Mode. Er arbeitet sowohl am Tisch als auch in der Hand. Dazu kommt der kompakte ChaiX AI Scan O1 mit KI Unterstützung.
Preis und Verfügbarkeit
Laut Herstellerseite ist der Marktstart für November 2026 vorgesehen. Einen Preis nennt Bambu Lab nicht. Ein weiteres Video bespricht den S1 zusammen mit anderen erwarteten Produkten wie neuen AMS Einheiten und Druckern. Diese Punkte sind bislang nicht vom Hersteller bestätigt.
Stimmen aus der Community und erste Einschätzungen
Auf Reddit wurde der S1 schnell aufgegriffen. In einem Thread wird der Scanner als „incoming“ angekündigt. Ein zweiter Beitrag hält den genannten Erscheinungsmonat November im Titel fest. Beide Titel stützen sich auf die Angaben der Produktseite. Belastbare Messwerte oder Praxiserfahrungen lassen sich daraus nicht ablesen, denn es gibt weder technische Daten noch Testgeräte.
Eine Diskussion über mögliche kommende Produkte des Herstellers ordnet den Scanner in eine längere Liste ein. Das spricht dafür, dass er in der Community als Teil einer größeren Produktoffensive gesehen wird. Wie Auflösung, Scanverfahren und Preis ausfallen, bleibt bis zur offiziellen Vorstellung offen. Bis dahin sind die Einschätzungen vor allem Erwartungen und Spekulation.
Persönliches Fazit
Aus meiner Sicht ist die Ankündigung vor allem eine Absichtserklärung. Ohne Daten zu Genauigkeit, Scanvolumen und Software lässt sich nichts bewerten. Für Maker ist ein Scanner aus dem Bambu Lab Ökosystem naheliegend, etwa zum Nachbauen von Ersatzteilen. In der Praxis bei meinen Kunden zählt im Mittelstand aber Messgenauigkeit und die ist bei Handscannern sehr unterschiedlich. Ich warte deshalb auf unabhängige Tests im November und halte mich bis dahin mit Empfehlungen zurück. Dass der Hersteller überhaupt in dieses Feld geht, finde ich plausibel, denn Scannen und Drucken gehören für Reverse Engineering zusammen.





Kommentare