eufyMake Exhaust Fan Kit und Purifier P1: Frischluft für den UV Drucker E1

AnkerMake erweitert den UV Drucker eufyMake E1 um zwei Zubehörteile gegen Geruch: den Exhaust Fan Kit und den Purifier P1. Beide kamen laut Hersteller-Blogbeitrag am 18. August 2026 weltweit auf den Markt. Der Lüfter leitet die Abluft über einen Schlauch nach draußen. Der Luftreiniger filtert sie und gibt sie in den Raum zurück. Welche Lösung passt, hängt vor allem vom Aufstellort ab.
Inhaltsverzeichnis
Warum der E1 Luftmanagement braucht
Beim Aushärten von UV Tinte können flüchtige organische Verbindungen (TVOC) entstehen. Sie sind der Geruch, den man beim und nach dem Druck wahrnimmt. Nach Angaben des Herstellers liegen die freigesetzten Gase in einer Testumgebung mit 30 Kubikmetern und 40 Prozent Lüftung im sicheren Bereich. Die Geruchsbelastung bleibt trotzdem ein Thema, vor allem in kleinen Räumen.
Beim E1 hängt das vom Druckbett ab. Mit dem Mini Bett läuft der Drucker geschlossen und der eingebaute Luftfilter fängt Geruch und Partikel ab. Beim Standardbett oder beim Roll to Film Zubehör muss die Seitentür offen bleiben. Dann reicht der interne Filter laut AnkerMake nicht mehr aus.
Der Hersteller nennt Eigenbaulösungen wie gedruckte Adapter, Trockner Schläuche oder Zelte mit Abluftführung. Sie brauchen ein Fenster und können undicht werden. Ein unpassender Abzug kann außerdem die Luftführung im Drucker stören. Wer den eufyMake E1 schon länger verfolgt, kennt die Zielgruppe: Maker und kleine Betriebe mit wechselnden Aufstellorten.
Exhaust Fan Kit: Abluft nach draußen
Der Exhaust Fan Kit nutzt einen 1,4fach überdimensionierten Radiallüfter. Der große Durchmesser soll viel Luft bei niedriger Drehzahl bewegen. Das hält die Lautstärke niedrig und verhindert, dass die Luftströmung die Tinte beim Auftreffen stört. Der Hersteller gibt an, dass Luftweg und Druck auf den E1 abgestimmt sind.
Es gibt drei Stufen: Silent (rund 40 dB), Standard und Strong. Standard passt zu schnellen flachen Drucken. Strong ist für lange Jobs wie Großformate oder 3D Texturen gedacht, bei denen mehr Tinte mehr Verbindungen freisetzt.
Die Eckdaten laut Spezifikationsliste: 215 x 180 x 198 mm, 1,45 kg, 4.300 U/min und 48 Watt. Der Abluftschlauch hat 2 Zoll Durchmesser (5,08 cm) und ist wahlweise 1 oder 3 Meter lang. Das Gerät steht auf dem Tisch oder hängt an der Wand. Der Haken: Ohne Fenster oder Außenöffnung geht es nicht. Bei Regen, Wind oder Schnee muss der Schlauchausgang geschützt werden.
Purifier P1: Filtern statt Lüften
Der Purifier P1 ist für Räume ohne Fenster gedacht und für Veranstaltungen mit Vorgaben zur Luftqualität. Er filtert die Luft und führt sie zurück in den Raum. Damit lässt sich das Standardbett auch auf Messen oder in Makerspaces nutzen.
Die Filterung läuft in mehreren Stufen. Zuerst kommt ein HEPA 13 Filter (Schwebstofffilter), der 99,99 Prozent der PM2.5 Partikel abscheidet. Dahinter liegen sechs Schichten modifizierte Aktivkohle mit zusammen 2,4 kg und 8,4 Quadratmetern Kontaktfläche. In einem SGS zertifizierten Test entfernte das Gerät laut Hersteller 99,54 Prozent der TVOC.
Der P1 verbindet sich mit dem E1 und regelt sich im Auto Modus selbst. Er fährt beim Druckstart hoch und läuft nach dem Job weiter, um Restgeruch abzubauen. Danach wechselt er in den Standby. Die Restlaufzeit des Filters zeigt die eufyMake App in Prozent an. Die Lautstärke liegt je nach Modus zwischen 45 und 55 dB.
Wichtig für die Planung: Der P1 hängt nicht direkt am Drucker. Er braucht das separate Exhaust Duct Kit, das die Abluft des E1 in den Purifier leitet. Das Gerät wiegt 11,1 kg und misst 320 x 387 x 456 mm. Wie viel das Duct Kit kostet, nennt die Quelle nicht.
Preis und Verfügbarkeit
Die Preise nennt AnkerMake nur in US Dollar. Euro Preise stehen in der Quelle nicht.
Exhaust Fan Kit: UVP 199,99 US Dollar, Einführungspreis 179,99 US Dollar
Purifier P1: UVP 699,99 US Dollar, Einführungspreis 629,99 US Dollar
Ersatzfilter für den P1: 199,99 US Dollar
Die Filterlebensdauer hängt vom Modus ab: rund 1.700 Stunden in Silent, rund 540 Stunden in Standard und rund 300 Stunden in Strong. Im Auto Modus liegt der Wert dazwischen. Ist der Filter am Ende, steht Auto nicht mehr zur Verfügung. Die manuellen Stufen laufen über die App weiter.
Persönliches Fazit
Aus meiner Sicht schließt AnkerMake damit eine echte Lücke. Bei offenem Standardbett ist Geruch im Alltag ein Problem und Bastellösungen taugen im gewerblichen Umfeld nicht. Der Lüfter für knapp 200 US Dollar ist die vernünftige Wahl, wenn ein Fenster in der Nähe ist. Beim P1 für rund 700 US Dollar plus Duct Kit und späteren Filtern rechne ich genau nach, ob sich das für den eigenen Durchsatz lohnt. Die 99,54 Prozent TVOC Abscheidung sind Herstellerangaben aus einem beauftragten Test. Unabhängige Messungen kenne ich bisher nicht. Für Messestände mit Auflagen wäre der P1 für mich trotzdem einen Versuch wert.





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