top of page

BIQU PopStation Geschlossener Filamentschrank für den Snapmaker U1

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
18. Okt.
2 Min. Lesezeit
BIQU PopStation mini: geschlossener Metallunterschrank mit zwei Schubladen für Filamentspulen unter einem Snapmaker U1
Quelle: BIQU

BIQU bietet mit der PopStation mini einen geschlossenen Unterschrank aus Metall für den Snapmaker U1 an. Er nimmt vier Filamentspulen auf zwei Schubladenauszügen auf und schützt sie vor Staub. Der Schrank ist kein Plug and Play Zubehör: Fördermodule und Spulenhalter wandern vom Drucker in den Schrank und dafür sind 3D Druckteile und ein Eingriff in die Software nötig.




Inhaltsverzeichnis




Aufbau und Maße

Laut Produktseite hat die PopStation mini zwei abgedichtete Schubladen für bis zu vier Standardspulen. Das Gehäuse soll Filament staubfrei und trocken halten. Optisch ist es auf den Snapmaker U1 abgestimmt.

Die Gesamthöhe liegt mit Drucker bei 1.160 Millimetern. Auf Rollen sind es 1.200 Millimeter. Wer den Platz unter einer Werkbank oder einem Regal eingeplant hat sollte also nachmessen.




Druckteile und Klipper

Die originalen Fördermodule und Spulenhalter müssen vom Drucker in den Schrank verlegt werden. Dafür braucht es gedruckte Halterungen. Die offiziellen Dateien auf MakerWorld haben laut den vorliegenden Informationen Konstruktionsmängel. Überarbeitete Modelle aus der Community gleichen das teilweise aus.

Weil die PTFE Zuführwege (Schläuche, durch die das Filament zum Druckkopf läuft) länger werden, reicht der Umbau der Hardware nicht. Die Klipper Konfiguration muss angepasst werden. Das geht nur mit Rootzugriff per SSH (Fernzugang über die Kommandozeile) auf das System des Druckers.

In der Praxis heißt das: Der Schrank richtet sich an Nutzer, die mit Konfigurationsdateien umgehen können. Wer den U1 im Auslieferungszustand betreiben will und Eingriffe ins System scheut, hat hier eine Hürde.




Trocknen mit der Panda Breath

Die Bauraumheizung Panda Breath von BIQU lässt sich optional als Trockner im Schrank einsetzen. Zur Funktionsweise der Heizung gibt es einen Beitrag über die aktive Bauraumheizung. Im Schrank blockiert sie laut Themenlage allerdings das bequeme Einsetzen der Spulen.

Dazu kommt eine konstruktive Schwäche: Dem abgedichteten Gehäuse fehlt ein Abluftventil. Beim Trocknen verdampft Feuchtigkeit aus dem Filament und kann nicht entweichen. Sie bleibt im Schrank und schmälert den Effekt. Für feuchteempfindliche Materialien wie Nylon ist das ein relevanter Punkt.

BIQU hat außerdem ein Vierkanal System für den Multicolor Druck vorgestellt, das Vierkanal Filamentwechsel ermöglicht. Es gehört aber zu einer anderen Produktlinie und ersetzt den Schrank nicht.




Preis und Verfügbarkeit

Der reguläre Preis liegt bei 269,99 Euro. Der BIQU Shop listet die Preise in US Dollar: 279,99 Dollar ab dem US Lager und 325,89 Dollar ab dem EU Lager. Rollen kosten separat 39,99 Dollar (US) beziehungsweise 45,99 Dollar (EU). Das Paket mit Rollen kommt in zwei Sendungen.

Als Option gibt es ein RGB Upgrade Kit für 65,99 Dollar. Der Hersteller nennt 180 Tage Garantie. Beim China Lager waren die Schrankvarianten zuletzt ausverkauft.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist die PopStation mini eine Lösung für Bastler und weniger für den Büroalltag. Ein geschlossener Schrank mit vier Spulen ordnet den Arbeitsplatz und spart Fläche. Dass Druckdateien nachgebessert werden müssen und ein SSH Zugriff nötig ist, passt aber nicht zu einem Zubehör für knapp 270 Euro. Das fehlende Abluftventil halte ich für einen echten Planungsfehler, sobald jemand im Schrank trocknen will. Wer im Betrieb auf reproduzierbare Abläufe angewiesen ist würde ich zum Abwarten raten, bis die Druckdateien sauber sind. Für Einzelplätze mit technikaffinen Nutzern kann der Umbau sinnvoll sein.

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
bottom of page