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BIQU Panda Breath - aktive Bauraumheizung und Luftfiltrierung

  • Autorenbild: Sascha Surbanoski
    Sascha Surbanoski
  • 18. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
Quelle: BIQU
Quelle: BIQU

Der BIQU Panda Breath ist ein smartes System, das speziell entwickelt wurde, um die Herausforderungen beim Drucken von technischen Filamenten zu bewältigen. Es kombiniert eine aktive Heizung des Bauraums mit einer effizienten Luftfilterung. Viele 3D-Drucker heizen ihr Gehäuse lediglich passiv über das Druckbett auf, was oft nicht ausreicht, um konstante Temperaturen für Materialien wie ABS, ASA oder Nylon zu halten. Hier setzt das System an, indem es den Bauraum aktiv erwärmt und gleichzeitig unangenehme Gerüche sowie Partikel aus der Luft entfernt.





Technische Spezifikationen und Leistungsdaten

Das System arbeitet mit einem leistungsstarken 300 Watt PTC-Heizelement, das eine schnelle und gleichmäßige Erwärmung ermöglicht. Die gesamte Leistungsaufnahme im Betrieb liegt bei circa 330 Watt, während das Gerät im Standby mit nur 0,45 Watt sehr sparsam ist. Als Steuereinheit dient ein ESP32-C3-MINI Controller, der eine drahtlose Kommunikation über das WLAN ermöglicht. Für die Luftzirkulation sind zwei Lüfter verbaut, die eine maximale Drehzahl von 5000 Umdrehungen pro Minute erreichen und einen Luftstrom von bis zu 19,2 CFM erzeugen. Das System ist für eine Eingangsspannung von 110 bis 220 Volt ausgelegt und kann die Bauraumtemperatur auf bis zu 60 Grad Celsius regulieren, wobei das Heizelement selbst eine interne Temperaturbegrenzung von 105 Grad Celsius besitzt.



Funktionsweise und intelligente Steuerung

Die Funktion des Geräts geht über einfaches Heizen hinaus. Ein wesentlicher Bestandteil ist das duale Filtersystem, bestehend aus HEPA- und Aktivkohlefiltern, die flüchtige organische Verbindungen und Feinstaub binden. Das Gerät bietet verschiedene Betriebsmodi, die über physische Tasten oder eine Weboberfläche gesteuert werden können. Im Automatikmodus überwacht das System die Temperatur des Heizbetts in Echtzeit. Sobald das Heizbett eine bestimmte Temperatur erreicht, startet der Panda Breath automatisch mit der Heizung oder der Luftfiltrierung. Im manuellen Modus kann die Zieltemperatur direkt vorgegeben werden. Zudem gibt es eine spezielle Funktion zum Trocknen von Filament, die vordefinierte Einstellungen für Materialien wie PLA oder PETG nutzt, um Feuchtigkeit aus dem Kunststoff zu entfernen.



Leitfaden zur Montage und Installation

Die Montage des Systems ist so konzipiert, dass sie ohne tiefgreifende Eingriffe in die Hardware des Druckers durchgeführt werden kann. Für Drucker der P- und X-Serie von Bambu Lab wird zunächst ein sogenannter Riser benötigt, ein Distanzrahmen, den sich der Nutzer selbst ausdrucken kann. Dieser schafft den nötigen Platz für die Kabelführung. Das Heizmodul wird im Inneren des Gehäuses an bestehenden Montagepunkten mit Schrauben fixiert. Ein besonderer Vorteil ist die Stromversorgung über ein mitgeliefertes Y-Kabel. Dieses wird einfach zwischen das Netzkabel des Druckers und die Steckdose gesteckt, sodass keine zusätzliche Wandsteckdose erforderlich ist. Für andere Druckermodelle wie den Snapmaker U1 stehen ebenfalls druckbare Halterungen zur Verfügung, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten. Nach dem Einbau wird das Gerät über ein Smartphone oder einen PC mit dem WLAN verbunden und bei Bedarf mit dem Drucker gekoppelt.



Zusammenfassend bietet das System eine hochwertige Möglichkeit, die Druckumgebung zu kontrollieren. Es reduziert Warping durch stabile Temperaturen und schützt die Gesundheit durch die aktive Filterung der Prozessabgase. Durch die einfache Plug-and-Play-Anbindung und die smarten Steuerungsoptionen stellt es eine sinnvolle Erweiterung für Anwender dar, die regelmäßig anspruchsvolle Materialien verarbeiten.

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