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Formnext Awards 2026: Einreichungen ab sofort möglich, 3D-Druck im Wettbewerb

  • Autorenbild: Sascha Surbanoski
    Sascha Surbanoski
  • 19. Mai
  • 3 Min. Lesezeit
Formnext Awards 2026 – Einreichungsphase für additive Fertigung und 3D-Druck geöffnet
Quelle: Voxel Matters / Formnext

Inhaltsverzeichnis




Das Programm und der Anwendungsfall

Die Formnext, die jährlich in Frankfurt stattfindende Leitmesse für additive Fertigung und industriellen 3D-Druck, hat die Einreichungsphase für ihr Awards-Programm 2026 offiziell geöffnet. Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Einzelpersonen können ab sofort ihre Projekte, Bauteile und Prozessinnovationen für eine Auszeichnung nominieren.

Der Formnext Award gilt in der Branche als eine der sichtbarsten Auszeichnungen für praxisrelevante Innovationen im 3D-Druck. Eingereicht werden können sowohl technologische Neuentwicklungen als auch konkrete Anwendungsfälle aus der industriellen Praxis. Das Spektrum reicht von neuen Materialien und Verfahren bis hin zu fertigen Bauteilen, die in der Serienproduktion oder im Prototypenbau eingesetzt werden.

Für Unternehmen, die bereits mit Prototypen oder Serienbauteilen aus dem 3D-Druck arbeiten, bietet das Programm eine strukturierte Plattform, um die eigene Arbeit einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.




Warum der Formnext Award relevant ist

Der Award ist kein reiner Marketingpreis. Die Jury besteht aus Fachleuten aus Industrie, Forschung und Anwendungspraxis, die eingereichte Projekte nach technischen und wirtschaftlichen Kriterien bewerten. Das unterscheidet ihn von vielen anderen Branchenpreisen, bei denen Bekanntheit oder Messepräsenz stärker gewichtet werden als der tatsächliche Nutzen einer Lösung.

Für mittelständische Unternehmen ist die Teilnahme aus zwei Gründen interessant: Erstens zwingt die Einreichung dazu, den eigenen Anwendungsfall strukturiert zu dokumentieren, was intern oft wertvoller ist als die Auszeichnung selbst. Zweitens erhöht eine Nominierung oder ein Gewinn die Sichtbarkeit bei potenziellen Kunden und Partnern erheblich, ohne dass dafür ein eigener Messestand nötig wäre.

Die Formnext findet jährlich im November statt und zieht regelmäßig mehr als 800 Aussteller und mehrere zehntausend Fachbesucher an. Eine Auszeichnung im Rahmen dieser Veranstaltung hat entsprechende Reichweite.




Kategorien und Schwerpunkte

Das Awards-Programm 2026 umfasst mehrere Kategorien, die unterschiedliche Aspekte der additiven Fertigung abdecken. Dazu zählen typischerweise Kategorien für Maschinentechnologie, Materialentwicklung, Software sowie konkrete Anwendungsfälle aus der Industrie. Die genauen Kategorien für 2026 werden mit Öffnung der Einreichungsphase bekanntgegeben.

Besonders relevant für Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe sind erfahrungsgemäß die Anwendungskategorien: Hier werden Bauteile und Prozesse bewertet, die einen messbaren wirtschaftlichen oder technischen Vorteil gegenüber konventionellen Fertigungsverfahren nachweisen. Wer beispielsweise Ersatzteile über additive Fertigung wirtschaftlicher produziert oder Lieferketten damit stabilisiert hat, hat gute Voraussetzungen für eine Einreichung.

Einreichungen können in der Regel von Herstellern, Dienstleistern und Endanwendern gleichermaßen vorgenommen werden. Das Programm ist also nicht auf Maschinenhersteller beschränkt, sondern adressiert ausdrücklich auch Unternehmen, die 3D-Druck als Produktionswerkzeug einsetzen.




Was eine Auszeichnung konkret bringt

Gewinner und Nominierte des Formnext Awards profitieren vor allem von der Kommunikationswirkung: Pressemitteilungen, Messeauftritte und Kundengespräche lassen sich mit einer solchen Auszeichnung deutlich wirkungsvoller gestalten. In Branchen, in denen 3D-Druck noch als Nischentechnologie wahrgenommen wird, kann ein anerkannter Preis helfen, interne Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Ein weiterer Effekt ist die Vernetzung: Nominierte werden in der Regel in die Formnext-Kommunikation eingebunden, was Kontakte zu anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und potenziellen Kunden ermöglicht. Für kleinere Unternehmen ohne eigenen Messestand kann das ein kosteneffizienter Weg sein, auf der wichtigsten Branchenveranstaltung sichtbar zu werden.

Herausfordernd ist erfahrungsgemäß die Einreichung selbst: Die Dokumentation eines Anwendungsfalls nach den Anforderungen einer Fachjury erfordert Zeit und eine klare Darstellung von Ausgangssituation, Lösung und messbarem Ergebnis. Wer diese Arbeit scheut, verschenkt eine Chance.




Übertragbarkeit für den Mittelstand

Für mittelständische Unternehmen, die bereits 3D-Druck produktiv einsetzen, lohnt sich ein Blick auf das Einreichungsformular. Die Hürde ist niedriger als oft angenommen: Es geht nicht darum, eine Weltneuheit präsentiert zu haben, sondern darum, einen nachvollziehbaren Mehrwert zu belegen. Ein gut dokumentierter Anwendungsfall, bei dem additive Fertigung Lieferzeiten verkürzt, Kosten gesenkt oder Konstruktionsfreiheiten erschlossen hat, reicht als Grundlage.

Wer noch am Anfang steht und zunächst geeignete Anwendungsfälle im eigenen Betrieb identifizieren möchte, kann mit Vorrichtungen oder Halterungen beginnen, die sich schnell und kostengünstig drucken lassen und einen direkten Vergleich mit konventioneller Fertigung ermöglichen. Solche Projekte liefern die Datenbasis, die für eine spätere Award-Einreichung benötigt wird.

Wer Unterstützung bei der Umsetzung oder Dokumentation von 3D-Druck-Projekten sucht, findet bei spezialisierten Dienstleistern wie 3ddrucklife.de einen Ansprechpartner, der sowohl bei der Fertigung als auch bei der technischen Einordnung helfen kann.




Persönliches Fazit

Der Formnext Award ist einer der wenigen Branchenpreise, bei dem die Einreichung selbst einen echten Mehrwert hat, unabhängig vom Ergebnis. Wer seinen Anwendungsfall sauber dokumentiert, gewinnt Klarheit über den eigenen Prozess und hat gleichzeitig Material für Kundenkommunikation und interne Berichte.

Was mich an diesem Programm überzeugt: Es richtet sich nicht nur an die großen Maschinenhersteller, sondern ausdrücklich auch an Anwender. Das ist wichtig, weil der eigentliche Fortschritt im 3D-Druck nicht in den Messehallen passiert, sondern in den Produktionshallen der Unternehmen, die das Verfahren täglich einsetzen.

Meine Empfehlung: Wer in den letzten zwei Jahren einen Anwendungsfall umgesetzt hat, der messbare Vorteile gebracht hat, sollte die Einreichung ernsthaft prüfen. Der Aufwand ist überschaubar, der potenzielle Nutzen erheblich. Und selbst wenn es nicht für eine Auszeichnung reicht, hat man am Ende eine Fallstudie, die sich vielseitig einsetzen lässt.

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