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3D Scanner Elegoo M1 Ultra

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
vor 5 Tagen
3 Min. Lesezeit

Elegoo hat den M1 Ultra gestartet, den ersten 3D Scanner des Unternehmens. Das Gerät ist ein Handscanner mit eingebautem Touchscreen und ist seit dem 29. Oktober bestellbar. Bisher kannte man die Marke vor allem von FDM und Resin Druckern. Der Scanner erweitert das Angebot um die Datenerfassung vor dem Druck.




Inhaltsverzeichnis




Ausstattung des M1 Ultra

Der M1 Ultra ist Elegoos erster 3D Scanner, wie auch Fabbaloo in seiner Meldung festhält. Er hat einen 3 Zoll großen HD Touchscreen. Darauf lässt sich der Scan direkt am Gerät ansehen und steuern. Ein Laptop ist für die Bedienung nicht zwingend nötig.

Die Datenübertragung läuft per Wi-Fi 6 drahtlos. Der Wechselakku hat 4.800 Milliamperestunden (mAh) und reicht laut Elegoo für bis zu 1,5 Stunden kabelloses Scannen. Weil der Akku tauschbar ist, lässt sich die Laufzeit mit einem Ersatzakku verlängern.

Weitere Eckdaten nennt Elegoo ebenfalls selbst: eine Genauigkeit von 0,02 Millimetern und fünf Scanmodi. Das sind Herstellerangaben. Unter welchen Bedingungen die Genauigkeit gemessen wurde, ist bisher nicht belegt.




Software und Workflow

Der Scanner arbeitet mit der Software Elegoo Scan. Sie führt durch die Einrichtung und unterstützt beim Tracking (dem Verfolgen der Scannerposition im Raum). Mehrere Einzelscans lassen sich zu einem Modell zusammenführen. Das ist bei größeren Objekten wichtig, die nicht in einem Durchgang erfasst werden.

Nach dem Scan übernimmt eine automatische Verarbeitung per Klick drei Schritte: das Schließen der Oberfläche zu einem Netz (Mesh Wrapping), die Optimierung des Netzes und die Farbzuordnung. Die Ergebnisse exportiert die Software als STL, OBJ, PLY und ASC. Damit lassen sich die Daten in CAD, Modellierungs oder Slicer Programmen weiterverwenden.

Für den Druck gescannter Teile bietet sich ein FDM Drucker wie der Elegoo Centauri Carbon 2 an. Ob der Scanner damit besonders eng abgestimmt ist, nennt die Herstellermeldung allerdings nicht.




Einordnung der Herstellerangaben

Nahezu alle Zahlen stammen von Elegoo selbst. Unabhängige Messungen liegen noch nicht vor. Fachportale wie 3DPCC und Geeky Gadgets haben den Scanner bereits aufgegriffen. Sie geben aber im Kern die Vorstellung des Herstellers wieder.

Erste Eindrücke deuten darauf hin, dass das markerlose Scannen nicht in jedem Fall zuverlässig läuft. Markerlos heißt, dass keine aufgeklebten Referenzpunkte nötig sind. In der Praxis bedeutet das: Bei glatten oder symmetrischen Objekten ohne markante Geometrie kann das Tracking abreißen. Ob und wie oft das beim M1 Ultra passiert, müssen ausführliche Tests zeigen.

Einen Versandtermin nennt Elegoo bisher nicht. Wer bestellt, weiß also noch nicht, wann das Gerät ankommt. Weitere Elegoo Produktneuheiten fasst ein Blog Überblick zusammen.




Preis und Verfügbarkeit

Der reguläre Preis liegt laut Herstellermeldung bei 1.699 Euro. In den USA kostet der Scanner 1.699 US-Dollar. Bis zum 12. November gilt ein Frühbucherpreis von 1.599 Euro. Seit dem 29. Oktober ist der M1 Ultra bestellbar.




Alternativen und vergleichbare Produkte

Handscanner in dieser Klasse gibt es auch von anderen Herstellern. Aus der Auswahl passt eine Marke zur Produktart.


  • 3D Scanner Serie von Creality: Creality hat neben Druckern auch eigene 3D Scanner im Programm. Welches Modell preislich und technisch zum M1 Ultra passt, sollte vor dem Kauf direkt verglichen werden.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist der Einstieg von Elegoo in den Scanner Markt logisch, weil Scan und Druck in der Praxis eng zusammenhängen. Bei Kunden geht es oft um Ersatzteile ohne CAD Daten. Dafür zählen reproduzierbare Ergebnisse mehr als ein hoher Zahlenwert im Datenblatt. Die genannten 0,02 Millimeter sehe ich deshalb als Herstellerangabe, die erst ein unabhängiger Test bestätigen muss. Die Hinweise auf unsicheres markerloses Scannen nehme ich ernst, denn genau dort scheitern Geräte im Alltag. Ich würde den Frühbucherpreis nicht ungesehen mitnehmen, sondern erste Praxistests und einen Liefertermin abwarten.

Diese Meldung stammt aus den Maker News von Robert Stein (StoneTime): zum Video

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