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Recycling für den 3D Druck von Creality

  • Autorenbild: Sascha Surbanoski
    Sascha Surbanoski
  • 25. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit
Quelle: Creality
Quelle: Creality

Im 3D Drucks entstehen unweigerlich Abfälle durch fehlgeschlagene Drucke, Stützstrukturen oder Materialreste. Creality adressiert dieses Problem mit einer neuen Desktop Lösung, die aus dem Filament Maker M1 und dem Shredder R1 besteht. Dieses System zielt darauf ab, einen geschlossenen Kreislauf direkt am Arbeitsplatz zu schaffen, indem es Kunststoffabfälle in neues, nutzbares Filament verwandelt. Damit rücken Nachhaltigkeit und Kostenersparnis stärker in den Fokus der Heimanwender.



Inhaltsverzeichnis



Der Shredder R1 als Grundlage für die Materialaufbereitung

Der erste Schritt im Recyclingprozess wird vom Shredder R1 übernommen. Dieses Gerät ist darauf spezialisiert, alte Druckteile und Support-Material in gleichmäßige Kunststoffpartikel mit einer Größe von etwa 4 Millimetern zu zerkleinern. Ein besonderes Merkmal des R1 ist die integrierte Trocknungsfunktion. Diese reduziert die Feuchtigkeit im Material bereits während der Zerkleinerung, was eine zusätzliche Vorverarbeitung vor der eigentlichen Extrusion überflüssig macht. Die Qualität der erzeugten Pellets ist entscheidend, da eine gleichmäßige Korngröße die Stabilität des späteren Filaments maßgeblich beeinflusst.



Extrusion mit dem Filament Maker M1

Nachdem der Kunststoff zerkleinert wurde, kommt der Filament Maker M1 zum Einsatz. Diese Maschine schmilzt die Pellets auf und extrudiert sie zu neuem Filament mit dem Standarddurchmesser von 1,75 mm. Der Prozess umfasst das Schmelzen, Kühlen, Ziehen und das automatische Aufwickeln auf Spulen. Laut Herstellerangaben erreicht das System eine Produktionsgeschwindigkeit von bis zu einem Kilogramm pro Stunde. Dabei wird eine Durchmesserstabilität von plus-minus 0,05 mm angestrebt, um eine zuverlässige Weiterverarbeitung im 3D-Drucker zu gewährleisten.



Vielseitigkeit bei Materialien und Anwendungen

Das System ist nicht nur auf Standardkunststoffe wie PLA beschränkt. Es unterstützt eine breite Palette von insgesamt acht Materialien, darunter ABS, PETG, TPU, ASA sowie technische Kunststoffe wie PA und PC. Die integrierte Temperatursteuerung erlaubt Verarbeitungen bis zu 350 Grad Celsius. Über das reine Recycling hinaus bietet das System die Möglichkeit, individuelle Filamentmischungen oder eigene Farben zu kreieren. Durch die Zugabe von Farbstoffen oder das Mischen verschiedener Pellets können Nutzer Filament herstellen, das so nicht im Handel erhältlich ist.



Sicherheit und Bedienkomfort im Desktop Format

Da beim Aufschmelzen von Kunststoffen Gase entstehen können, hat Creality das System mit Sicherheitsfunktionen ausgestattet. Dazu gehören Aktivkohlefilter, die unangenehme Gerüche und feine Partikel aus der Luft filtern sollen. Die Bedienung wird durch eine intelligente Benutzeroberfläche unterstützt, die den Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess führt. Sensoren überwachen den Arbeitsablauf und sorgen für eine einfache Handhabung, sodass das System auch für Anwender ohne tiefgehende chemische Vorkenntnisse geeignet ist.



Aktueller Status und Markterwartungen

Momentan befindet sich das Projekt in einer Crowdfunding Phase, weshalb finale Preise noch nicht offiziell feststehen. In der Community wird intensiv darüber diskutiert, ob das System preislich attraktiv genug sein wird, um sich für Hobby Nutzer zu lohnen. Während professionelle Druckfarmen durch die Wiederverwendung von Abfällen hohe Materialkosten sparen könnten, steht für viele Privatanwender der ökologische Aspekt im Vordergrund. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Creality mit dieser Desktop-Lösung einen neuen Standard für das Recycling im 3D-Druck setzen kann.

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