Bambu Lab A2L: Neuer 3D-Drucker für den 1. Juni 2026 angekündigt
- Sascha Surbanoski

- vor 3 Tagen
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Bambu Lab hat erneut die Gerüchteküche angeheizt: Der Hersteller aus Shenzhen teasert einen neuen 3D-Drucker mit der Bezeichnung A2L an, der am 1. Juni 2026 vorgestellt werden soll. Der Name legt nahe, dass es sich um eine Erweiterung der bestehenden A-Serie handelt, die mit dem A1 und A1 Mini bereits zwei populäre Geräte im Einstiegs- und Mittelklassesegment umfasst. Konkrete technische Daten hat Bambu Lab bislang nicht veröffentlicht, der Teaser selbst ist jedoch ein klares Signal, dass das Unternehmen seine Produktlinie weiter ausbaut.
Inhaltsverzeichnis
Was der Name A2L verrät
In der Nomenklatur von Bambu Lab steht das „A" für die kartesische A-Serie (im Gegensatz zur CoreXY-basierten X-Serie). Das „2" deutet auf eine Weiterentwicklung gegenüber dem A1 hin, während das angehängte „L" klassischerweise für ein größeres Druckvolumen steht, wie es etwa beim X1E oder beim P1S-Gehäuse-Konzept bekannt ist. Sollte diese Logik auch beim A2L greifen, wäre ein größeres Druckbett als beim A1 (256 × 256 × 256 mm) zu erwarten. Das bleibt allerdings Spekulation, bis Bambu Lab offizielle Spezifikationen veröffentlicht.
Interessant ist auch, dass das „L" im Kontext der A-Serie bisher nicht verwendet wurde. Bambu Lab könnte damit bewusst eine neue Kategorie innerhalb der Linie etablieren wollen, etwa einen großformatigen Drucker für Anwender, die mehr Bauraum benötigen, ohne auf das geschlossene Gehäuse der X-Serie zu wechseln.
Einordnung in die Bambu-Lab-A-Serie
Die A-Serie von Bambu Lab richtet sich primär an Einsteiger und Prosumer, die ein offenes Drucksystem ohne Gehäuse bevorzugen. Der A1 überzeugte bei seinem Launch durch die Kombination aus automatischer Kalibrierung, Multi-Material-Unterstützung via AMS Lite und einem vergleichsweise günstigen Einstiegspreis. Der A1 Mini adressierte noch preissensitivere Käufer mit kleinerem Bauraum. Wie in unserem Artikel zu den besten 3D-Druckern für Einsteiger 2026 beschrieben, hat Bambu Lab mit der A-Serie einen Standard gesetzt, an dem sich Mitbewerber messen lassen müssen.
Ein A2L würde diese Linie logisch nach oben erweitern und könnte Nutzer ansprechen, die größere Objekte drucken möchten, aber kein vollständig geschlossenes Gehäuse benötigen. Das wäre eine Lücke im aktuellen Portfolio, die bisher nur durch die teurere X-Serie gefüllt wird.
Was bisher bekannt ist
Laut der Meldung von 3Druck.com vom 29. Mai 2026 hat Bambu Lab den A2L offiziell für den 1. Juni 2026 angekündigt. Mehr als der Name und das Ankündigungsdatum wurden bislang nicht kommuniziert. Ob der A2L mit einem AMS-System für Multi-Material-Druck kompatibel sein wird, ob er ein beheiztes Druckbett mit höheren Temperaturen bietet oder ob neue Druckköpfe zum Einsatz kommen, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestätigt.
Bambu Lab hat in der Vergangenheit gezeigt, dass kurze Teaser-Phasen vor einem Launch typisch für das Unternehmen sind. Der Abstand zwischen Teaser und Ankündigungsdatum beträgt hier nur wenige Tage, was auf eine bereits weit fortgeschrittene Produktentwicklung hindeutet. Wer sich für flexible Materialien und Zubehör-Erweiterungen im Bambu-Ökosystem interessiert, findet in unserem Beitrag zum Bambu Lab TPU Feed Assist Module weitere Hintergründe zur Materialstrategie des Herstellers.
Preis und Verfügbarkeit
Ein offizieller Preis für den Bambu Lab A2L ist bisher nicht bestätigt. Basierend auf der Positionierung innerhalb der A-Serie und vergleichbaren Geräten ist ein Preispunkt oberhalb des A1 (aktuell ab rund 399 Euro) wahrscheinlich, konkrete Zahlen fehlen jedoch noch. Die offizielle Vorstellung ist für den 1. Juni 2026 angekündigt, Bestellmöglichkeiten und Lieferzeiträume dürften zeitnah danach folgen. Interessierte sollten die offizielle Bambu-Lab-Website im Blick behalten, um keine Ankündigung zu verpassen.
Alternativen und vergleichbare Produkte
Wer nicht auf die offizielle Vorstellung des A2L warten möchte, findet im Markt bereits einige interessante Alternativen mit großem Bauraum oder ähnlicher Positionierung:
Elegoo Neptune 4 Max von Elegoo: Der Neptune 4 Max bietet ein großzügiges Druckvolumen von 420 × 420 × 480 mm und setzt auf Klipper-Firmware für hohe Druckgeschwindigkeiten. Er richtet sich an Nutzer, die viel Bauraum zu einem moderaten Preis suchen.
Prusa MK4S von Prusa Research: Der MK4S ist ein bewährter kartesischer Drucker mit starker Community-Unterstützung, zuverlässiger Kalibrierung und offener Firmware. Er eignet sich besonders für Anwender, die Wert auf Langlebigkeit und Reparierbarkeit legen.
Zortrax M300 Dual von Zortrax: Der M300 Dual adressiert professionelle Anwender mit einem großen Bauraum von 300 × 300 × 300 mm und Dual-Extrusion für Stützmaterialien. Er ist besonders im industriellen Umfeld und bei technischen Bauteilen eine solide Wahl.
Aktueller Status und Markterwartung
Der Markt für FDM-Drucker (Fused Deposition Modeling, schichtweises Aufschmelzen von Kunststofffäden) im mittleren Preissegment ist 2026 intensiv umkämpft. Hersteller wie Elegoo, Creality und Anycubic haben ihre Geräte mit schnellen CoreXY-Kinematiken und automatischer Kalibrierung aufgerüstet. Bambu Lab hat mit der A-Serie gezeigt, dass auch kartesische Systeme wettbewerbsfähig sein können, wenn Bedienkomfort und Ökosystem stimmen.
Ein A2L mit größerem Bauraum würde eine strategisch sinnvolle Lücke schließen. Gerade im Prosumer-Bereich und bei kleineren Unternehmen, die gelegentlich größere Prototypen oder Vorrichtungen drucken, fehlt bisher ein Bambu-Lab-Gerät unterhalb der X-Serie. Sollte der A2L tatsächlich ein erweitertes Druckvolumen mitbringen, könnte er eine relevante Option für dieses Segment werden. Die endgültige Bewertung hängt jedoch von Preis, Spezifikationen und tatsächlicher Druckqualität ab, die erst nach dem Launch beurteilt werden können.
Stimmen aus der Community und erste Einschätzungen
In der Bambu-Lab-Community wird der A2L-Teaser bereits diskutiert. Auf r/BambuLab erschien ein Thread, der den Teaser kritisch hinterfragt und die Marketingstrategie des Herstellers unter die Lupe nimmt, ein Zeichen dafür, dass nicht alle Nutzer den Ankündigungen vorbehaltlos gegenüberstehen. Grundsätzliche Erfahrungen mit Bambu-Lab-Geräten werden derweil in längeren Diskussionen wie der Bewertungsrunde auf r/BambuLab beleuchtet, wo Nutzer sowohl Zuverlässigkeit als auch Schwächen der bestehenden Produktlinie abwägen.
Insgesamt zeigt sich die Community gespalten: Während viele Bambu-Lab-Drucker für ihre Benutzerfreundlichkeit schätzen, wächst bei einem Teil der Nutzer die Skepsis gegenüber häufigen Neuankündigungen ohne begleitende technische Details. Konkrete Einschätzungen zum A2L selbst dürften erst nach der offiziellen Vorstellung am 1. Juni 2026 fundierter ausfallen.
Persönliches Fazit
Aus meiner Sicht ist der Teaser zum A2L ein logischer nächster Schritt für Bambu Lab. Die A-Serie hat sich als zuverlässige Plattform für Einsteiger und Prosumer etabliert, und ein größeres Modell war eigentlich überfällig. In der Praxis bei meinen Kunden aus dem Mittelstand höre ich regelmäßig, dass der A1 zwar überzeugend ist, das Druckvolumen aber für bestimmte Bauteile nicht ausreicht. Wenn der A2L hier Abhilfe schafft und dabei im Preisrahmen der A-Serie bleibt, könnte er eine echte Alternative zur teureren X-Serie werden. Ich warte auf die konkreten Spezifikationen am 1. Juni, bevor ich eine Empfehlung ausspreche. Besonders spannend wird die Frage, ob Bambu Lab das AMS-System vollständig integriert oder nur als optionales Zubehör anbietet. Das entscheidet maßgeblich darüber, ob der A2L auch für Multi-Material-Anwendungen in kleinen Produktionsumgebungen taugt.



