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Bambu Lab H3C: Werkzeugwechsler mit neun Werkzeugen angeteasert

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
vor 4 Tagen
3 Min. Lesezeit
Teaser zum Bambu Lab H3C, einem Werkzeugwechsler Drucker von Bambu Lab mit Werkzeugablage an der Kammer
Bild: Quelle: notebookcheck.com

Bambu Lab hat den H3C offiziell gemacht. Auf der Produktseite steht der Slogan „Tool Changer. Game Changer." und als Termin der 3. November um 9:00 Uhr EST. Ein kurzer Teaser vom 23. Oktober zeigt, was viele erwartet hatten: einen Drucker mit Werkzeugwechsler. Preis, Bauraum und technische Daten sind bisher nicht genannt.




Inhaltsverzeichnis




Was der Teaser zeigt

Ein Werkzeugwechsler (englisch Tool Changer) tauscht beim Druck ganze Werkzeugköpfe aus. Das ist etwas anderes als ein Filamentwechsler, der nur das Material vor einer einzigen Düse wechselt. Jeder Kopf hat seine eigene Düse und hält sein eigenes Material bereit.

Im Teaser klappt vorn an der Kammer eine Werkzeugablage nach unten. Laut Tom's Hardware sind darin neun Werkzeuge zu sehen. Die Filamentwege laufen als Bowden Leitungen (Schläuche, die das Filament vom Spulenhalter zum Werkzeug führen) über den Drucker.




Der geleakte Banner im Shop

Schon einen Tag vor dem Teaser war im australischen Bambu Shop kurz ein Banner zu sehen. Er trug den Spruch „Tool Changer, Game Changer" und nannte neun Werkzeugköpfe, wie 3Druck berichtet. Kurz darauf war er wieder verschwunden.

Beim Termin gibt es eine kleine Abweichung. Die Berichte zum Teaser nennen den 3. November. Der geleakte Banner sprach vom 4. November. Das passt zur Zeitzone: 9:00 Uhr EST ist in Deutschland bereits Nachmittag, also noch derselbe Tag.




Einordnung zum H2C

Der H2C mit Vortek Wechselsystem hat sechs Düsen für bis zu sieben Farben. Als AMS Combo kostet er in Deutschland 2.149 Euro. Wie das System aufgebaut ist und warum es gegen den Snapmaker U1 positioniert wurde, beschreibt der Beitrag zum H2C Vortek Wechselsystem.

Der H3C wäre ein anderer Ansatz. Neun Werkzeuge bedeuten mehr Materialvielfalt ohne Spülen und Wechseln. Das könnte für Teile mit mehreren Materialien interessant sein, etwa starre und flexible Bereiche in einem Bauteil. Belegt ist das alles nicht, denn Bambu Lab hat zu Funktionen noch nichts bestätigt.

Offen ist auch der Zusammenhang mit dem AMS 3H, das in Kalenderwoche 41 bei der FCC (US Behörde für Funkzulassungen) aufgetaucht ist. Eine Verbindung zum H3C ist nicht bestätigt.




Alternativen und vergleichbare Produkte

Werkzeugwechsler im FDM Bereich sind noch selten. Wer nicht warten will oder offene Systeme bevorzugt hat folgende Optionen.


  • Voron Design: Das Open Source Projekt bietet CoreXY Drucker zum Selbstbau. Werkzeugwechsler lassen sich dort über Community Umbauten realisieren, was aber Bastelarbeit und Zeit kostet.

  • Sovol: Der Hersteller bietet FDM Drucker im Consumer Bereich an. Ob eine Produktlinie mit Werkzeugwechsler dabei ist, sollte vor dem Kauf auf der Herstellerseite geprüft werden.




Aktueller Status und Markterwartung

Stand heute ist nur der Termin gesichert: Die offizielle Seite nennt den 3. November um 9:00 Uhr EST. Bis dahin bleiben Preis, Bauraum, Düsentemperatur und Kompatibilität mit bestehenden Bambu Systemen offen. Zusätzliche Fachquellen mit eigenen Angaben liegen nicht vor. Dieser Artikel beruht daher auf dem Teaser und den Berichten dazu.




Stimmen aus der Community und erste Einschätzungen

In der Community überwiegt vor dem 3. November die Vorsicht. In einem Thread wird gefragt, ob ein angebliches Foto des H3C echt ist oder KI-generiert. Das passt zur dünnen Faktenlage, denn offizielle Daten fehlen bisher. Ein weiterer Beitrag behauptet schon im Titel, einen Screenshot des H3C zu besitzen. Ob das Material belastbar ist, lässt sich ohne Bestätigung durch Bambu Lab nicht sagen.

Andere Nutzer versuchen, aus den Teasern konkrete Erwartungen abzuleiten. Eine Diskussion dreht sich um den H3C und ein mögliches AMS 3H. Auch das bleibt Spekulation, solange Preis, Bauraum und Zubehör offen sind. Ein Video in einer wöchentlichen Nachrichtenübersicht fasst den Stand zusammen: ein Toolchanger mit neun Werkzeugen, dazu neue Scanner. Es deckt sich mit den Angaben aus dem Teaser, liefert aber nach dem Titel zu urteilen keine neuen Spezifikationen.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist der H3C vor allem eine Ansage an den Markt für Werkzeugwechsler. Für Prototypen mit mehreren Materialien kann das spannend werden, weil Spülmenge und Wechselzeit entfallen. Ob der Drucker auch im Mittelstand ankommt, hängt für mich von Preis, Zuverlässigkeit der Wechselmechanik und Wartungsaufwand ab. Dazu sagt der Teaser nichts. Bei meinen Kunden zählt am Ende, ob Bauteile reproduzierbar gleich ausfallen. Ich warte den 3. November ab und bewerte den H3C erst mit echten Daten.

Diese Meldung stammt aus den Maker News von Robert Stein (StoneTime): zum Video

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