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CosmicMaker von Photocentric: 3D Druck für den Weltraum

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
vor 6 Tagen
3 Min. Lesezeit
Photocentric CosmicMaker: Illustration zum 3D Druck im Weltraum vom Resin Hersteller Photocentric
Quelle: Photocentric


Photocentric hat am 19. Juni 2026 den Start von CosmicMaker angekündigt. Laut Titel der Meldung soll das Produkt den 3D Druck im Weltraum beschleunigen. Die Newsübersicht des Herstellers nennt zunächst nur die Überschriften. Details zu Technik und Zeitplan liegen in dieser Quelle nicht vor, deshalb fällt der Artikel bewusst kürzer aus.

Spannend ist der Kontext. Der Resin Hersteller aus Großbritannien arbeitet seit 2025 an einer Reihe von Projekten, die zusammen ein Bild ergeben: Automatisierung, Software und Fertigung im Orbit.




Inhaltsverzeichnis




CosmicMaker und die Orbit Projekte

Laut der Newsübersicht von Photocentric ist CosmicMaker die jüngste Meldung der Liste. Sie steht am Ende einer Kette von Weltraum Ankündigungen. Im März 2025 erschien ein Beitrag mit dem Titel „On a mission to launch the first autonomous 3D printing manufacturing platform to space“. Im November 2025 folgte die Meldung, dass AMFG, Photocentric und APWorks gemeinsam Fähigkeiten für „Intelligent Orbital Manufacturing“ entwickeln wollen.

AMFG ist ein Anbieter von Software für die Steuerung von Fertigungsabläufen. APWorks ist ein Unternehmen für industrielle additive Fertigung. Wie die Rollen genau verteilt sind und wie CosmicMaker in dieses Vorhaben passt, geht aus den Überschriften nicht hervor.

In der Praxis bedeutet das: Der Hersteller verfolgt das Ziel seit über einem Jahr öffentlich. CosmicMaker wirkt wie der Schritt vom Konzept zum benannten Produkt. Ob und wann etwas ins All fliegt, ist aus den vorliegenden Informationen nicht ableitbar.




JENI: autonome Fertigung im Modulsystem

Parallel pflegt Photocentric die Produktlinie JENI. Am 1. Mai 2026 erschien laut Newsseite ein Beitrag zum „JENI 7 Module System“, überschrieben mit „Autonomous 3D Printing at Scale“. Im November 2025 gab es einen Rückblick unter dem Titel „One Year On“. Demnach ist JENI seit etwa November 2024 im Markt.

Gemeint ist offenbar ein System aus mehreren Modulen, das den Druckprozess ohne ständigen Eingriff abbilden soll. Das ist der gleiche Gedanke wie bei Geräten, die Druck, Waschen und Trocknen bündeln, etwa beim Uniformation S10. Der Maßstab ist bei Photocentric aber industriell und nicht für den Schreibtisch gedacht.

Weitere Produktlinien auf der Seite sind LC Magna und Titan. Für den Titan meldete der Hersteller im November 2023 die Auslieferung an einen 3D Druck Dienstleister. Ein Video des Herstellers mit dem Titel „Photocentric now offering Parts on Demand“ auf YouTube zeigt, dass auch ein Fertigungsangebot für Teile existiert.




Software, Förderung und Partner

Neben Hardware ist die Softwareseite gewachsen. Am 9. Juli 2025 startete laut Newsübersicht „Photocentric Studio Pro“. Im April 2025 wurden die Photocentric Drucker in Autodesk Fusion und Netfabb integriert. Das erleichtert den Weg von der CAD Datei zum Druckauftrag, ohne zwischen Programmen zu wechseln.

Ebenfalls im April 2025 trat der Hersteller America Makes bei, einer US Organisation zur Förderung der additiven Fertigung. Im März 2025 kam ein britisches Förderprojekt über 1,9 Millionen Pfund hinzu. Es soll nach Angabe der Überschrift auf der Newsseite neue nachhaltige Materialien für Anwendungen in der Bioprozesstechnik entwickeln.

Wer sich für die Materialseite interessiert: Passende Resin Typen für Industrieteile sind etwa Resin Rigid für steife Formteile. Ob Photocentric Materialien dafür liefert, geht aus der Quelle nicht hervor.




Alternativen und vergleichbare Produkte

Wer industrielle oder halbindustrielle Resin Fertigung sucht, findet bei anderen Herstellern ähnliche Ansätze, auch wenn keiner davon Raumfahrt als Ziel nennt.





Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist CosmicMaker vor allem eine Absichtserklärung, solange nur die Überschrift bekannt ist. Mich interessiert weniger der Orbit als die Frage, ob die Automatisierung aus JENI im Alltag trägt. Bei meinen Kunden im Mittelstand zählt am Ende, ob Teile wiederholbar und ohne viel Handarbeit aus der Maschine kommen. Die Anbindung an Fusion und Netfabb halte ich für den praktischsten Punkt der Liste. Für Weltraumfertigung fehlen mir belastbare Daten und die liefert die Newsseite nicht. Ich warte die ausführliche Meldung ab.

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