Neue AMS Systeme von Bambu Lab: AMS 3H und AMS 3P bei der FCC aufgetaucht

Bambu Lab hat bei der FCC (der US Behörde für Funkzulassungen) zwei neue Materialsysteme registriert: das AMS 3H und das AMS 3P. Beide lesen Filamentspulen per RFID automatisch aus und haben kein eigenes WLAN. Ein offizieller Produktstart steht bisher aus, die Angaben stammen aus den Zulassungsunterlagen. Entsprechend vorsichtig ist alles zu lesen, was über die Registrierung hinausgeht.
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Was die FCC Einträge zeigen
Die beiden Geräte tragen die Bezeichnungen AMS 3H und AMS 3P. Gemeinsam ist ihnen die RFID Erkennung: Der Drucker erkennt Material und Farbe der Spule automatisch, ohne dass jemand etwas eintippen muss. Ein eigenes WLAN Modul haben beide nicht, die Kommunikation läuft also über den Drucker.
Die Namen legen eine feste Zuordnung nahe: 3H für den H3C und 3P für den P3C. Offiziell bestätigt ist das nicht. Schon ein Reddit Beitrag zu einem angeblichen Leak bringt den H3C mit dem AMS 3H in Verbindung. Ein belastbares Bild liefert das aber nicht.
AMS 3H: eigener Netzanschluss und mögliche Heizfunktion
Das AMS 3H hat einen eigenen Netzanschluss für bis zu 200 Watt. Für reine Spulenmotoren und Sensorik ist das viel. Das spricht dafür, dass eine Heizung zum Trocknen des Filaments eingebaut ist. Bestätigt ist diese Funktion nicht, es ist eine Ableitung aus der Leistungsangabe.
In der Praxis wäre das für feuchtigkeitsempfindliche Materialien wie Nylon oder PETG relevant. Heute greifen viele auf getrennte Trockenboxen zurück. Ein beheiztes System direkt am Drucker würde diesen Schritt sparen, gerade bei langen Druckaufträgen.
Auf dem Typenschild steht außerdem bereits eine EU Niederlassung in Frankfurt am Main. Das ist ein Hinweis auf eine Vorbereitung für den europäischen Markt. Einen Termin nennt der Eintrag nicht.
AMS 3P: Versorgung direkt über den Drucker
Das AMS 3P bekommt seine Energie mit 24 Volt direkt vom Drucker. Einen separaten Netzanschluss gibt es demnach nicht. Das macht den Aufbau schlanker, ein Kabel weniger am Arbeitsplatz. Vermutlich ist es das Standardsystem für den P3C.
Damit würde sich eine ähnliche Aufteilung ergeben wie bei früheren Generationen: ein einfaches System für die Einstiegs und Mittelklasse und eine aufwendigere Variante mit eigener Stromversorgung. Wer sich an Drucker für Einsteiger orientiert, dürfte vor allem das AMS 3P im Blick haben. Zu Kapazität und Preis gibt es bisher keine Angaben.
Aktueller Status und Markterwartung
Nach dem derzeitigen Stand ist nur die Zulassung sichtbar. Offen sind die Zahl der Spulenplätze, die genaue Funktion der Heizung und die Kompatibilität mit bestehenden Druckern. Auch ob die Zuordnung zu H3C und P3C exklusiv ist oder ob sich die Systeme anderweitig nutzen lassen, ist unklar.
Für Betriebe mit laufender Produktion lohnt es sich, den Start abzuwarten. Bambu Lab hat zuletzt auch Zubehör wie das TPU Feed Assist Module nachgelegt. Die Zulassungsunterlagen sind erfahrungsgemäß ein Vorbote, aber keine Zusage für Funktionen oder Liefertermine.
Alternativen und vergleichbare Produkte
Wer nicht warten will, findet bei anderen Herstellern FDM Systeme mit Mehrspulen oder Trocknungslösungen. Konkrete Modelle sind hier bewusst nicht genannt, da keine belastbaren Daten zum aktuellen Stand vorliegen.
Centauri Carbon Serie von Elegoo: FDM Drucker mit CoreXY Aufbau und Mehrfarboption. Auf Amazon ist Centauri Carbon 2 Combo gelistet.
Drucker von Qidi Tech: Geschlossene FDM Geräte, die auf beheizte Bauräume und Materialien wie Nylon ausgelegt sind.
Stimmen aus der Community und erste Einschätzungen
In der Community wird das Thema bisher vor allem als Spekulation behandelt. Ein Thread fragt schon im Titel, was man vom H3C und vom AMS 3H erwarten kann. Das ist eine Erwartungsdiskussion, keine Auswertung gesicherter Daten. Ein weiterer Beitrag zeigt einen angeblichen Leak, bei dem das AMS 3H am H3C hängt. Das passt zur vermuteten Zuordnung, bestätigt sie aber nicht, solange Bambu Lab sich nicht äußert.
Auf YouTube gibt es zwei Beiträge, die auf die Registrierung eingehen. Ein Video stellt AMS 3H und 3P anhand der FCC-Unterlagen gegenüber und ist damit näher an den belegbaren Angaben als reine Gerüchte. Ein anderes Video befasst sich mit einem angeblichen Leak zum P3C und dessen AMS. Beide Quellen sind Einordnungen von Einzelpersonen. Ob Heizfunktion, Leistungsaufnahme oder Zuordnung zu den Druckern so zutreffen, zeigt sich erst mit offiziellen Produktdaten.
Persönliches Fazit
Aus meiner Sicht ist die Zulassung ein interessantes Signal, mehr aber auch nicht. Ein AMS mit 200 Watt Netzanschluss wäre für den Alltag mit technischen Filamenten sinnvoll, weil trockenes Material über Ausschuss oder saubere Teile entscheidet. Ob die Heizung wirklich kommt und wie gut sie arbeitet, zeigt erst ein Test.
Bei meinen Kunden zählt vor allem Prozesssicherheit bei längeren Aufträgen. Hier sind Zusatzlösungen wie der Panda Bambu Feeder bisher ein Weg, Lücken zu schließen. Ich würde keine Anschaffung auf Basis von Namen und Typenschildern planen und die offizielle Vorstellung abwarten.





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