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PrusaSlicer 2.9.7: Wartungsupdate schließt Sicherheitslücken

Autorenbild: Sascha Surbanoski
Sascha Surbanoski
vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit
Oberfläche des Slicers PrusaSlicer von Prusa Research mit einem 3D Modell auf dem virtuellen Druckbett
Quelle: Prusa Research

Mit PrusaSlicer 2.9.7 hat Prusa Research eine neue Version seines Slicers (Software, die 3D Modelle in druckbaren G-Code umrechnet) veröffentlicht. Laut den Release Notes auf GitHub ist es eine kleine Wartungsversion. Sie bringt keine neuen Funktionen und behebt ausschließlich Sicherheitsprobleme. Die Version ist dort seit dem 2. November als finale Release markiert.




Inhaltsverzeichnis




Was in 2.9.7 behoben wird

Die Änderungsliste ist kurz und betrifft vier Punkte gegenüber Version 2.9.6. Das geht aus der offiziellen Release Notiz hervor.


  • Ein Schreibzugriff außerhalb des vorgesehenen Speicherbereichs (Out of Bounds Write) beim Laden einer 3MF Datei mit negativem Bettindex.

  • Ein Stack Buffer Overflow in den Platzhalterfunktionen digits() und zdigits().

  • Mehrere Probleme im Downloader für Printables.

  • Mögliche Schwachstellen in der Bibliothek libbgcode beim Laden fehlerhaft aufgebauter binärer G-Code Dateien.


Prusa dankt in den Notes dem Teilnehmer 5un9hun für die Meldung über das Responsible Disclosure Programm. Die Lücken wurden also gemeldet und gefixt, bevor Details öffentlich wurden.




Warum Slicer Sicherheit braucht

Ein Slicer wirkt auf den ersten Blick harmlos. Er öffnet aber Dateien aus fremden Quellen: Modelle von Printables oder anderen Plattformen und Projektdateien von Kollegen oder Dienstleistern. Fehler beim Parsen (Einlesen) solcher Dateien können in ungünstigen Fällen zu Abstürzen oder zur Ausführung fremden Codes führen.

Die Notes sprechen bei libbgcode von "potenziell ausnutzbaren" Schwachstellen. Wie realistisch ein Angriff ist, nennt Prusa nicht. Konkrete Schweregrade oder CVE Nummern stehen in der Meldung ebenfalls nicht. Das Risiko ist damit nicht beziffert, aber die Fehlerklassen (Speicherfehler beim Dateiimport) sind bekannt ernst zu nehmen.




Update in der Praxis

Für Maker bedeutet das: Update einspielen und weitermachen. Es gibt keine Änderungen an Profilen oder Druckergebnissen, die in den Notes erwähnt werden. Wer zuletzt PrusaSlicer 2.9.2 oder eine frühere Version nutzt, bekommt mit 2.9.7 mehrere Releases auf einmal nachgereicht.

In Firmen mit gemeinsamen Arbeitsplätzen lohnt sich ein Blick auf die Versionsstände. Besonders wichtig ist das, wenn Dateien von außen kommen. Parallel arbeitet Prusa an der nächsten Generation: PrusaSlicer 3.0 Alpha läuft laut Beschreibung neben der stabilen 2.x Version und ist ein Test, kein Ersatz für Produktivrechner.




Alternativen und vergleichbare Produkte

Wer neben PrusaSlicer einen weiteren FDM Slicer nutzen will, hat mehrere Optionen.


  • Cura von UltiMaker: Weit verbreiteter Slicer mit vielen Profilen und Plugins. Er ist in Werkstätten und Schulen häufig im Einsatz.

  • Creality Print von Creality: Der Hersteller Slicer für Creality Drucker mit vorbereiteten Profilen. Er eignet sich vor allem, wenn überwiegend Geräte dieser Marke laufen.




Persönliches Fazit

Aus meiner Sicht ist 2.9.7 ein Update, das man ohne Diskussion einspielt. Neue Funktionen fehlen und genau das ist hier richtig. In der Praxis bei meinen Kunden kommen Dateien ständig von außen: Konstruktionsabteilungen, Zulieferer und Downloadportale. Ein Slicer mit Speicherfehlern beim Dateiimport ist dann ein echtes Einfallstor, auch wenn die Release Notes keine Schweregrade nennen. Dass Prusa die Meldung über ein Disclosure Programm bekommen und sauber behoben hat, werte ich positiv. Offen bleibt für mich, wie lange ältere 2.x Stände noch im Umlauf sind, denn Slicer werden selten zentral verwaltet.

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